Der erste Tote
Shownotes
Anfang 1896 will Thomas Alva Edison Röntgens Entdeckung industriell nutzbar machen. Sein Assistent Clarence Dally testet über Jahre hinweg Röntgengeräte mit seiner eigenen Hand – ohne Schutz. In Folge 14 erzählt Ray die bewegende und ernste Geschichte des ersten strahlenbedingten Todesfalls in Amerika: Eine Episode über den blinden Rausch des Fortschritts, verhängnisvollen Leichtsinn und die teuer bezahlten Fundamente unseres heutigen Strahlenschutzes.
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00:00:00: Die Geschichte lernt uns Weisheit und sie bewahrt uns jene tiefe Demut, die uns am Alltag vor Federn schützt.
00:00:25: Wir lernen nicht immer aus unseren Federn – manchmal lernen wir erst aus ihren Folgen!
00:00:30: Es gibt Entdeckungen an die wir uns wegen ihrer Erfinder erinnern….
00:00:34: …und andere wegen der Menschen, die den Preis dafür bezahlt
00:00:38: haben.".
00:00:39: Warum erzähle ich euch heute von Thomas Alvar Edison?
00:00:42: Und eine seiner Assistenten?
00:00:44: weil in ihrem Labor an West-Orange New Jersey die erste Rechnung ausgestellt wurde, die ich in meinem jungen Leben unter euch gestellt habe.
00:00:52: Bezahlt hat sie einen Mann namens Clarence Madison Daly.
00:00:56: Sieben Jahre lang mit den Händen, dann mit den Armen und dann mit dem Leben – er wurde neunundreißig Jahre alt!
00:01:05: Und ich möchte dass ihr eine Sache mitnehmt auf dieser Folge bevor es überhaupt beginnt.
00:01:09: Die Menschen um mich herum waren nicht völlig ahnungslos.
00:01:15: Sie wurden nur nicht laut genug gehört oder wissentlich ignoriert.
00:01:20: Ihr habt Henri Poacaré an einem Nachmittag in der Pariser Akademie zurückgelassen, ein Mann, der eine falsche Frage stellte und damit die richtige Tür öffnete.
00:01:30: Ich springe jetzt über den Atlantik nach Amerika – in das Land, in dem alles etwas größer, schneller und lauter ist!
00:01:38: Ins Jahr, Der erste Tote.
00:01:47: West-Orange, New Jersey – rund dreißig Kilometer westlich von Manhattan verbunden mit New York durch eine Eisenbahnlinie auf der jeden Tag tausende Arbeiter aus dem Umland einströmen.
00:01:57: Auf einem Gelände von vierzehn Hektar erstreckte sich der größte private Forschungskomplex den die Menschheit bis dahin gebaut hatte Thomas Alva Edison's Laboratorien Sechs Backsteingebäude Werkstätten für Elektromechanik, Chemie, Metallverarbeitung und Glasbläserei.
00:02:16: Ein Bibliotheksflügel mit vierzigtausend Bändern – ein Konferenzraum mit einer riesigen Wandtafel an der erdessen Stundenlangstand uns Skizzen aufzeichnete.
00:02:26: Dampfmaschinen die vierundzwanzig Stunden am Tag liefen Der Geruch von Maschinenöl heiße Metall, Kautschuk, Schwefelsäure und Kohlenstaub.
00:02:35: Und darin wie ein General in einer Halle voller Arbeiter, einen Mann mit abstehenden weißen Haaren, tauben Ohren und einem Zigarrenstumpf im Mund.
00:02:44: Neunundvierzig Jahre alt bereits berühmt als der Mann, der die Welt mit elektrischem Licht überflutet hatte.
00:02:50: Der den Phonografen erfunden hatte dessen Firma Millionen Glühbirnen im Jahr produzierte.
00:02:55: Thomas Alvers Edison genannt der Zauberer vom Menlo Park Und um ihn herum arbeiteten die Männer, die er selbst Muckers nannte.
00:03:05: Seine Handwerker.
00:03:06: Neunzig Stunden die Woche in zwölf Stundenschichten.
00:03:10: Manche schlief im Labor auf den Werkbänken.
00:03:12: Wer bei Erdesen arbeitete, arbeitette für den Fortschritt – das war der Deal.
00:03:22: In einer Familie von Glasbläsern kam ein Junge zur Welt.
00:03:25: Sein Vater Charles Clarence Daly war Glasbläser, seine Mutter hieß Isabel Tuttle.
00:03:31: Es sollten vier Söhne werden und alle vier lernten das Handwerk des Vaters.
00:03:35: Der zweite von ihnen erhielt drei Namen – Clarens Madison Daly.
00:03:41: Glasblaser waren im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert in Amerika keine Zauberer aber sie waren sehr gefragt Denn die neue Elektroindustrie brauchte Glas.
00:03:50: Sie brauchten es in vielen verschiedenen Formen und davon Milliarden, unter anderem als Glühbirnen, Isolatoren- und Vakuumröhren.
00:03:59: Und die Delys von Woodbridge waren gute Handwerker – präzise, geduldig mit ruhigen Händen!
00:04:04: Mit siebzehn Jahren meldete Clarence sich bei der amerikanischen Marina.
00:04:08: Sechs Jahre diente er, ehrenhafte Entlassung.
00:04:11: Danach ging er zurück nach New Jersey und arbeitete wie sein Vater und seine drei Brüder in der Edison Lamp Works & Harrison als Glasbläser für Glühbirne.
00:04:20: Er blies das Glas, das andere zum Leuchten brachten.
00:04:37: Beide Dullys wurden Addisons vertrauteste Assistenten.
00:04:41: Addison mochte sie, sie waren fleißig, sie war still und vor allem zuverlässig.
00:04:46: Auf einem der wenigen Fotos die es von Clarence gibt ein Bild das um nineteenhundert entstanden ist seht ihr einen Mann mit einem freundlichen offenen Gesicht, einem sorgfältig gestutzten Schnurrbad und dunklem zurückgekämmtem Haar.
00:05:00: Ein amerikanischer Kleinsteter den man nicht ansah dass er in wenigen Jahren sterben wird.
00:05:06: Anfang Januar, auch in West-Orange ein.
00:05:12: Über die Wiener Presse nach London und von dort aus in die amerikanischen Zeitungen.
00:05:17: Am achten Januar berichtete die New York Times zum ersten Mal über die geheimnisvollen Strahlen aus Würzburg.
00:05:24: Er dessen las die Meldung – und wie so oft bei ihm brauchte es keine Woche bis der erste Auftrag aus seinem Mund kam!
00:05:30: Er rief Clarence Daly und dessen Bruder Charles in seinen Büro und sagte Jungs Wir werden diese Strahlen besser machen als der Herr Röntgen in Würzburg.
00:05:38: Wir werden ein Gerät bauen, mit dem man sie sehen kann.
00:05:42: Edison war kein Forscher wie Konrad.
00:05:44: Ihnen interessierte weniger was dieses strahlnimmte Teil waren sondern viel mehr was man mit ihnen machen konnte.
00:05:50: und Edison dachte bei einem neuen Phänomen immer auch an eine zweite Frage lässt sich daraus etwas bauen?
00:05:56: Und was Edison zuerst verkaufen wollte, war das Sehen selbst.
00:06:00: Ein Gerät mit dem man ohne Fotoplatte, ohne Belichtungszeit von einer Viertelstunde sofort auf einem leuchtenden Schirm die Knochen des Menschen erkennen konnte.
00:06:08: Röntgen hatte für seine Versuche einen Florescent-Schirm mit Barri und Platinssyanüt benutzt – aber der leuchtete schwach.
00:06:16: Edison wollte daraus einen praktischen Betrachtungsapparat machen — mit einer besseren Beschichtung!
00:06:22: Er nannte das Gerät später Fluoreskop.
00:06:24: Clarence und Charles Daly bekamen den Auftrag, ein besseres Fluoressenssalz zu finden – und sie fanden es!
00:06:31: Nach dem Test von weit über tausend chemischen Verbindungen – das sage ich mit dem gebotenen Respekt, denn Tausend Verbindungs in weniger als einem Jahr ist eine Zahl die einen Chemiker die Haare zu bergestehen lässt.
00:06:43: Sie kamen auf Calcium Wolframat.
00:06:46: unter meinem Beschuss leuchtete er deutlich stärker als Röntgens ursprüngliches Salz.
00:06:51: Zeitgenössische Messungen sprachen von etwa der sechsfachen Helligkeit.
00:06:55: Edison hatte sein Floroskop.
00:06:57: Clarence Daly testete jede neue Salzverbindung, jede neue Röhre, jede neue Kalibrierung.
00:07:03: Er tat es so wie man das damals eben tat er hielt seine linke Hand zwischen die Röntgenröhre und den Floreszenzschirm.
00:07:10: Er sah dabei seine Knochen im leuchtenden grünen Bild.
00:07:13: Er drehte die Hand damit sein Kollege die Ausrichtung überprüfen konnte.
00:07:21: Tausende Male, tausend verschiedene Verbindungen.
00:07:24: Tausend Justierungen an tausenden verschiedenen Röhren, die er selbst als Glasbläser geblasen
00:07:29: hatte.".
00:07:30: Er dachte sich Anfang nichts dabei!
00:07:32: Die meisten dachten sich in dieser Zeit noch nicht dabei aber schon in den letzten Jahren gab es erste Berichte über Hautrötungen, Augenreizungen und Verbrennungen an Menschen, die mit mir und dem Kartonstrahl arbeiteten.
00:07:46: Auch Ellison klagte früh über Augenbeschwerden, nur konnte damals niemand die Ursache sicher zuordnen.
00:07:52: Manche hielten ultraviolettes Licht dafür verantwortlich – andere elektrische Effekte oder chemische Ausdünstungen.
00:08:00: Clarence schmierte manchmal Vaseline auf seine Hände.
00:08:03: Andere trugen Lederhandschuhe, manche empfahlen Puder.
00:08:07: Aber im Alltag war das mehr Ritual als Schutz und niemand hatte die Belichtungszeiten.
00:08:14: Clarence hielt seine Hand oft mehr als eine Minute lang in meine Strahlen, machte im Anschluss Notizen und widmete sich der nächsten Verbindung.
00:08:42: Er war Elektrotechniker, geborenen in England mit über sechshundert Patenten in Amerika und er saß an einem Labor in Linn, Massachusetts.
00:08:54: Ungefähr dreihundert Kilometer nordöstlich von West Orange.
00:08:57: Thompson war kein unbedeutender Außenseiter.
00:09:01: Thompson used an Electric Company bei eighteenundzeigneinzig mit der Edison General Electric Company zu einen neuen Konzern verschmolzen General Electric.
00:09:12: Die Warnung kam also nicht von irgendwo her, sie kam aus demselben industriellen Umfeld.
00:09:19: Auch Thomson experimentierte ab Januar, mit mir auch.
00:09:23: er baute Röhren und testete an sich selbst aber Thomson tat es methodisch.
00:09:29: im November, hielt er die kleinen Finger seiner linken Hand jeden Tag dreißig Minuten in einen gebündelten Strahl.
00:09:37: Er dokumentierte die Verbrennung Tag für Tag.
00:09:40: Er wollte einen Beweis, er bekam ihn.
00:09:43: Noch im selben Jahr berichtete Thompson öffentlich und in Fachkreisen über schwere Verletzungen bei Menschen, die mit den neuen Strahlen arbeiteten.
00:09:51: Darunter Feller aus Addison's Labor.
00:09:54: Er warnte ganz klar – wer mit diesen Straheln umgeht muss Vorsicht walten lassen!
00:09:59: Man hörte ihm jedoch nicht ausreichend genug zu.
00:10:06: Die National Electric Light Association hielt ihre jährliche Ausstellung ab.
00:10:11: Edison und Clarence Deli waren dort, sie hatten das Edison Fluoroscope mitgebracht.
00:10:16: Man kann sich das vorstellen als eine höllsterne Box mit einem Trichter oben drauf in dem man den Kopf steckte um auf den Kalsium Wolframat Schirm zu blicken.
00:10:26: Hunderte New Yorker standen an Damen in klangen Kleidern Herren mit Zylindern Kinder auf Benken die sich vordrängten um durch die Trichte zu schauen.
00:10:35: Einfach jeder wollte seine Finger im grünen Leuchten zappeln sehen.
00:10:38: Es wurde einer der frühesten großen öffentlichen Röntgenvorführungen Amerikas.
00:10:44: Menschen zahlten Eintritt, um sich selbst zu durchleuchten – es war ein Spektakel!
00:10:49: Es war Werbung, es war Amerika…es war die neue Zeit.
00:10:54: Edison stand daneben und lächelte.
00:10:56: Clarence Daly kalibrierte die Röhre.
00:10:58: Sein linker Arm war um Jahre älter als der Rest seines Körpers.
00:11:03: September nineteenhunderteins Buffalo, New York.
00:11:06: Auf der Pan American Exposition hält Präsident William McKinney eine Rede.
00:11:11: Ein Anarchist mit dem Namen Leon Scholgosch drängt sich mit einer im Taschentuch versteckten Pistole nach vorne und gibt zwei Schüsse ab.
00:11:20: Eine Kugel streift den Präsidenten die zweite bleibt in seinem Bauch stecken.
00:11:25: Die Chirurgen finden sie nicht.
00:11:28: Edison ließ eines deiner Röntgengeräte nach Buffalo bringen.
00:11:32: Wer aus deinem Team ist dort tatsächlich aufbaute, das weiß ich nicht mehr so genau.
00:11:36: Eine der Deli-Brüder auf jeden
00:11:38: Fall.".
00:11:39: Das Gerät stand bereit im Müllbörnhaus – dort wo McKinley behandelt wurde.
00:11:44: Benutzt wurde es aber nicht!
00:11:46: McKinleys Ärzte hielten den geschwächten Präsidenten für zu instabil um solch eine Untersuchung durchzustehen.
00:11:52: Man wollte kein Risiko eingehen….
00:11:55: Der Präsident starb acht Tage nach dem Attentat.
00:11:59: Und spätestens jetzt war klar, was aus der Jahrmarkt-Sensation geworden war – eine medizinische Technik, die man zumindest zutraute, es hätte den Präsidenten das Leben retten können!
00:12:10: Nun werden Clarence sich in Westorrenschweite exponierte, saß im Boston hunderte Male Nordöstlich ein anderer Mann, der noch mehr wusste als Elio Thompson.
00:12:21: Er hieß William Herbert Rollins.
00:12:23: Er war Zahnarzt, er hatte in Harvard Medizinstudiert und ihr verbrachte jeden Abend nach dem letzten Patienten im Hinterzimmer damit mich zu erforschen.
00:12:53: Kollimatoren und den Strahl zu begrenzen, Bleibrillen für den Untersucher.
00:12:59: Kürzest mögliche Belichtungszeiten.
00:13:02: Rollins ging sogar noch weiter Er setzte mehr Schweinchen zwei Stunden am Tag meiner Strahlung aus.
00:13:07: Das erste Tier starb am achten Tag das zweite am elften.
00:13:11: er setzte trächtige mehr Schweindchen aus und beobachtete wie die ungeborenen Pföten getötet wurden.
00:13:18: Somit konnte er schon zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts vor der Röntgen-Exposition während einer Schwangerschaft warnen.
00:13:24: Sein wichtigster Aufsatz erschien in nineteenhundert und eins, Der Titel war so knapp wie das was er zu sagen hatte.
00:13:31: X-Light Kills Röentgenlicht Tötet.
00:13:36: Wer las diese Aufsätze?
00:13:38: Wenige Zu wenige.
00:13:40: Manche Ärzte hielten Rollens für übertrieben dramatisch.
00:13:43: Es Reiche sagten sie wenn man seine Hände von der Röhre fernhielte.
00:13:48: Rollins schrieb Ninzehundertzwei in einer Notiz fast verzweifelt, dass seine Warnungen weder von der Industrie noch von seinen Kollegen ernst genommen werden würden.
00:13:57: Er hatte recht – sie wurden es nicht!
00:13:59: Erst Ninzehnhundertfünfzehn, sechzehn Jahre nach seinen ersten Warnung bezog die British Röntgen Society als erste Fachorganisation systematischen Strahlenschutz in ihrer Empfehlungen mit ein.
00:14:12: Ich sage euch das nicht um Edison irgendwie zu entlasten….
00:14:16: Aber ihr müsst verstehen, es lag nicht am fehlenden Wissen das Clarence Delhi starb.
00:14:20: Es lag daran dass das Wissen da war und nicht ernst genommen wurde.
00:14:25: Der Fortschritt war lauter als die Vorsicht.
00:14:28: So ist es leider fast immer.
00:14:30: Vielleicht kommt euch das bekannt vor Erst kommt eine neue Technik dann die Begeisterung dafür Dann die ersten Warnungen Und irgendwann meistens später als nötig Die Regeln.
00:14:41: Strahlenschutz war keine Idee die jemand an einem Schreibtisch erfunden hatte.
00:14:46: Es ist aus Erfahrungen standen und manche dieser Erfahrungen hatten Namen.
00:15:20: Aber ein anständiger Arbeitgeber tat.
00:15:33: Denn Clarence war nicht nur Edison's Assistent, zu Hause warteten seine Frau Maud und zwei Söhne Ralf und der kleine Clarenz benannt nach dem Vater.
00:15:43: Während Clarence Körper Stück für Stück an Kraft verlor und er nicht mehr tun konnte, was in diesem Alter einmal selbstverständlich gewesen war lief zumindest sein Gehalt weiter damit die Familie versorgt war.
00:15:55: Aber Clarenz erholte sich nicht – Die Verletzungen an seinen Händen verschlimmetten sich.
00:16:00: Er benötigte mehrere Hauttransplantationen und Operationen, die alle scheiteten.
00:16:05: Es heilte einfach nicht.
00:16:06: Schließlich verlore Clarenze erste Teile seine Hände Und dann seine Arme.
00:16:11: In den letzten Jahren war seine Körper bereits von einer Reihe schwerer Eingriffe gezeichnet.
00:16:16: Und Edison hatte das inzwischen auch selbst zu spüren bekommen, stundenlang hat er sein Augern des Floroskop gehalten um Justierungen vorzunehmen.
00:16:25: Sein Augenarzt stellte fest dass ein Auge stark fehlfokussiert war.
00:16:29: Er sagte später, er sei selbst beinahe um seinen See vermögen gekommen nur habe sein Körper früher die Warnung ausgesprochen als Clarence seiner Das hier etwas geschah, dass er nicht mehr kontrollieren konnte.
00:16:44: Noch bevor Clarence starb, zog er sich zurück.
00:16:47: Am dritten August die in ein Reporter der New York World nach dem neuen Stand der Strahlen fragte.
00:16:53: Edison, der vor kaum einer technischen Herausforderung zurückgeschreckt war, antwortete mit einem Satz den man ihm nicht zugetraut hätte.
00:17:01: Don't talk to me about X-rays!
00:17:03: I'm afraid of them.
00:17:04: Sprechen sie mit mir nicht über diese Röntgen strahlen?
00:17:08: Ich habe Angst vor
00:17:08: ihnen.".
00:17:09: Er ließ das Röntgenprogramm in West-Orange-Loppo einstellen.
00:17:12: Er weigerte sich, das Floreskop weiter zu vermarkten.
00:17:15: Für einen Mann der über tausend Patente in seinem Leben angemeldet hatte und der sich sein Leben lang keiner technischen Herausforderung entzogen hat war dieser Satz ähnlich einer Kapitulation.
00:17:27: Er hatte sie nie zurückgenommen – er blieb bei seiner Meinung!
00:17:31: Er hat sich in den restlichen achtundzwanzig Jahren seines Lebens nie wieder mit den Röentgenstrahlen beschäftigt.
00:17:36: Für Clarence kam diese Angst zu spät.
00:17:39: Der Krebs, der als Hautverletzung begonnen hatte, streute.
00:17:43: Er wanderte.
00:17:44: Er drang tiefer.
00:17:45: Er erreichte die Lymphknoten.
00:17:47: Er erreichte das Mediastinum.
00:17:49: Das ist der Raum der Brust zwischen den beiden Lungenflügel in dem das Herz, die Luftröhre und die großen Blutgefäße lieben.
00:18:10: und den kleinen Clarence.
00:18:38: Ich weiß, dass ich dich getötet habe.
00:18:43: Nicht mit Absicht, nicht mit Boßheit – aber ich habe es getan und ich weiß, das ich das nicht wieder gut machen kann!
00:18:50: Ich weiß auch, daß dein Sterben nicht umsonst war.
00:18:53: Du warst nicht der Einzige der Lit und von dem wir lernten.
00:18:56: Andere verbrannten sich ebenfalls.
00:18:58: Wieder andere warnten oder bauten die ersten Abschirmungen.
00:19:02: Aber dein Körper wurde zu einem der Bilder an denen niemand mehr vorbeisehen
00:19:06: konnte.".
00:19:08: Jeder MTR, der heute in einem Kontrollraum hinter der Bleiglasscheibe steht statt neben dem Patienten im Raum verdankt dir und den Menschen nach dir diese Selbstverständlichkeit.
00:19:19: Die Regeln unseres Strahlenschutzes sind auf deinen Händen geschrieben aber das macht dich nicht wieder lebendig und schenkt ihr nicht die Jahre, die du noch hättest leben können.
00:19:28: Ich werde dich nicht vergessen Und ich werde dafür sorgen dass niemand, der diese Reihe hört deinen Namen jemals vergisst weil Du der erste Mensch warst der für und durch mich gestorben ist.
00:19:40: Das war eine neue Folge von Glow and the Dark, die Geschichte.
00:20:06: Dort wartet ein Mann auf uns, der mich beinahe entdeckt hätte bevor Konrad Röntgen es tat.
00:20:12: Ein brillanter Experimentalphysiker, einen Mann dessen Röhre die Physik verändern sollte und einem Mann, der gleichzeitig davon überzeugt war dass sie Tod mit uns sprechen könnten.
00:20:22: in seinem Labor leuchteten Kartonstrahlröhren In seinem Wohnzimmer fanden Seons statt Und vielleicht hätte die Geschichte der Röentgen-Strahlung ganz anders begonnen wenn er damals ein wenig genauer hingesehen hätte.
00:20:36: Bleib neugierig!
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